﻿{"id":264,"date":"2017-01-21T21:41:37","date_gmt":"2017-01-21T20:41:37","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.francoisemayor.net\/?p=264"},"modified":"2019-01-24T11:59:21","modified_gmt":"2019-01-24T10:59:21","slug":"dies-und-das-netzwerk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.francoisemayor.net\/index.php\/2017\/01\/21\/dies-und-das-netzwerk\/","title":{"rendered":"Dies und Das: Netzwerk"},"content":{"rendered":"<p>Habe heute wieder einmal durch alte Artikel der vergangenen Newsletter gebl\u00e4ttert und bin dabei wieder auf denjenigen \u00fcber das Netzwerk im Gehirn und ihre Bedeutung f\u00fcr das Lernen gestossen. Da er noch immer aktuell ist, ver\u00f6ffentliche ich ihn hier noch einmal.<\/p>\n<p>Das eine Netzwerk, das ich meine, ist unser Gehirn und die darin vernetzten Gehirnzellen. Diese Vernetzung erm\u00f6glicht es unserem Gehirn seine erstaunliche Leistung zu vollbringen \u2013 von der Kontrolle der K\u00f6rperfunktionen, \u00fcber Kommunikation, bis zum Lernen, Kreativit\u00e4t und weiteres mehr. Das andere Netzwerk besteht aus Informationen und Wissen, die wir uns angeeignet haben.<!--more--><\/p>\n<p>Heute m\u00f6chte ich mehr auf den Aspekt der Vernetzung beim Lernen eingehen. Wie leicht wir lernen k\u00f6nnen und wie gut wir das Gelernte wieder abrufen k\u00f6nnen, h\u00e4ngt davon ab, wie klar wir Informationen in unserem Netzwerk des Wissens einbauen.<\/p>\n<p>Die wissenschaftlichten Erkl\u00e4rungen wie Lernen und ein gutes Ged\u00e4chtnis funktionieren, sind noch relativ jung. Ein Teil dieser Forschungen wurden durch den Fortschritt der Technik erm\u00f6glicht, wie Elektro-Encephalogramm, Biofeedback und neuerdings auch durch Weiterentwicklungen der Computertechnologie.<\/p>\n<p>Interessanterweise, sind aber die wichtigsten Grundph\u00e4nomene f\u00fcr effizientes Lernen die gleichen geblieben. Schon lange war bekannt, dass Menschen mit guter Lernf\u00e4higkeit und gutem Ged\u00e4chtnis das Prinzip der Vernetzung oder Assoziation sowie des \u00a0Vorstellungsverm\u00f6gens einsetzen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-266 alignright\" src=\"https:\/\/blog.francoisemayor.net\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/entryimage-2.bmp\" alt=\"\" width=\"222\" height=\"235\" \/>Auch wenn das Modell \u00fcber die beiden Gehirnh\u00e4lften nicht mehr voll \u00e0 jour zu sein scheint, hilft es noch immer gewisse Prozesse des Lernens und des Ged\u00e4chtnisses zu erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Kurz \u2013 der linken Gehirnh\u00e4lfte werden in diesem Modell die analytischen und rationalen F\u00e4higkeiten zugeordnet, w\u00e4hrend bei der rechten Gehirnh\u00e4lfte die kreativen und intuitiven F\u00e4higkeiten sind.<\/p>\n<p>Wenn wir leichter Lernen m\u00f6chten, ist es wichtig, das wir lernen, die F\u00e4higkeiten beider Gehirnh\u00e4lften bewusster einzusetzen. Leider haben viele von uns in der Schule, vorwiegend die F\u00e4higkeiten der linken Gehirnh\u00e4lfte entwickelt und trainiert. Wenn wir nur mit der linken H\u00e4lfte lernen, f\u00fchlt sich das meistens als \u201eB\u00fcffeln\u201c an und das Wissen ist dann auch meistens nur schwer abrufbar. Wenn wir \u201eb\u00fcffeln\u201c versuchen wir oft die Worte auswendig zu lernen, ohne den Sinn, der hinter den Worten steckt, zu verstehen. Erst wenn wir das Vorstellungsverm\u00f6gen, das der rechten Gehirnh\u00e4lfte zugeordnet wird einsetzen, k\u00f6nnen wir die Bedeutung eines Textes wirklich verstehen. Etwas das wir bei einem spannenden Roman automatisch machen, leider aber bei Fachtexten oft vergessen.<\/p>\n<p>Verstehen ist aber wichtig, damit Information gut vernetzt werden und dadurch auch wieder leichter abgerufen werden kann.<\/p>\n<p>Man hat beobachtet, dass sogenannte Genies die F\u00e4higkeiten beider H\u00e4lften wohlentwickelt haben und sie auch bewusster einsetzen k\u00f6nnen. Wenn man die Notizen dieser Menschen anschaut, kann man sehen, dass sie nicht einfach nur schreiben, sondern das ihre Notizen auch Skizzen und Zeichnungen enthalten und oft auch chaotisch wirken. Nun, der kreative Prozess ist oft chaotisch, aber es sieht so aus, wie wenn es dieses Chaos ist, das neue Erkenntnisse, Einsichten und Kreativit\u00e4t erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Allerdings setzt dieser kreative Prozess auch lernen voraus \u2013 wir m\u00fcssen uns das Wissen oder die Grundlagen aneignen, die uns, schlussendlich, zu neuen Einsichten und Erkenntnissen f\u00fchren k\u00f6nnen. Zum Lernen und Speichern der Informationen ist es wichtig, dass wir die Information verstehen, d.h. uns vorstellen k\u00f6nnen, um was es geht. Erst dann folgt die Vernetzung, das heisst, wir m\u00fcssen das neue Wissen mit bereits vorhandenem Wissen vernetzen oder assoziieren, damit es sinnvoll abgespeichert werden kann. Dann ist es einfacher die Information wieder abzurufen.<\/p>\n<p>Beides sind F\u00e4higkeiten die wir lernen k\u00f6nnen, auch wenn sie am Anfang etwas m\u00fchsam erscheinen m\u00f6gen. Wenn ihr mehr dar\u00fcber erfahren m\u00f6chtet, besteht die M\u00f6glichkeit im Leichter Lernen Kurs. Aber auch Mental Training oder Meditation sind M\u00f6glichkeiten, wenn auch weniger gezielt, zu lernen die beiden Gehirnh\u00e4lften zu synchronisieren und ihre F\u00e4higkeiten besser zu nutzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Habe heute wieder einmal durch alte Artikel der vergangenen Newsletter gebl\u00e4ttert und bin dabei wieder auf denjenigen \u00fcber das Netzwerk im Gehirn und ihre Bedeutung f\u00fcr das Lernen gestossen. Da er noch immer aktuell ist, ver\u00f6ffentliche ich ihn hier noch einmal. 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