﻿{"id":292,"date":"2017-02-21T15:06:37","date_gmt":"2017-02-21T14:06:37","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.francoisemayor.net\/?p=292"},"modified":"2019-01-24T11:56:45","modified_gmt":"2019-01-24T10:56:45","slug":"yoga-drishti","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.francoisemayor.net\/index.php\/2017\/02\/21\/yoga-drishti\/","title":{"rendered":"Yoga: Drishti"},"content":{"rendered":"<p>Das habt ihr sicher auch schon erlebt &#8211; w\u00e4hrend ihr l\u00e4nger in einer Asana oder Position verharren m\u00f6chtet, wandern eure Augen im Raum herum. Dabei k\u00f6nnt ihr erkennen, dass ihr dringend eine Pedicure braucht, oder dass das zweite Tablar im Regal unbedingt gr\u00fcndlich abgestaubt werden sollte, oder ihr entdeckt endlich unter einer Kommode die lang gesuchte Schere, oder, oder&#8230;. Ja genau, wenn die Augen wandern, dann wandern auch die Gedanken.\u00a0\u00a0 <!--more--><\/p>\n<p>Wie nicht anders zu erwarten gibt im Yoga es Abhilfe daf\u00fcr und heisst Drishti. Drishti l\u00e4sst sich am einfachsten als \u00abBlick\u00bb \u00fcbersetzen, beinhaltet aber auch anblicken, anstarren oder noch einfacher fokussieren. Ich w\u00fcrde sagen Dristhi ist das Festhalten mit den Augen, in dem man sich auf einem Punkt konzentriert. Im Kurs habt ihr dieses Festhalten vor allem im Zusammenhang mit den Gleichgewichts\u00fcbungen erfahren. Denn es ist schwierig auf einem Bein im Gleichgewicht zu bleiben, wenn die Gedanken herumschwirren. Das heisst, das fokussieren der Augen auf einen Punkt, hilft die Gedanken zu konzentrieren und damit auch besser im Gleichgewicht zu bleiben.<\/p>\n<p>Nur so nebenbei, im Stresszustand wandern die Gedanken ja auch wie wild im Kopf herum, ver\u00e4ndern den Atem, bis wir im extrem Fall neben den Schuhen stehen. Deshalb kann ein Dristhi im auch Alltag\u00a0 helfen, die Gedanken wieder etwas zu beruhigen und zu kontrollieren, indem wir f\u00fcr einen kurzen Moment unsere Augen auf einen Punkt konzentrieren und tief durchatmen.<\/p>\n<p>Nun aber zur\u00fcck zum Yoga &#8211; hier werden von Sri K. Pattabhi Jois acht verschiedene Drishtis unterschieden:<\/p>\n<p>\u2022 <strong>Nasagram drishti<\/strong> &#8211; Nasenspitze<br \/>\n\u2022 <strong>Ajna chakra<\/strong> oder <strong>bhrumadhya drishti<\/strong> &#8211; zwischen den Augenbrauen<br \/>\n\u2022 <strong>Nabhi chakra drishti<\/strong> &#8211; Bauchnabel<br \/>\n\u2022 <strong>Hastagram drishti<\/strong> &#8211; Hand<br \/>\n\u2022 <strong>Padayoragram drishti<\/strong> &#8211; Zehen<br \/>\n\u2022 <strong>Parshva drishti<\/strong> &#8211; stark nach rechts oder nach links<br \/>\n\u2022 <strong>Angushthamadhyam drishti<\/strong> &#8211; Daumen<br \/>\n\u2022 <strong>Urdhva or antara drishti<\/strong> &#8211; in den Raum nach oben<\/p>\n<p>Das <em>bhrumadhya drishti<\/em> wird oft auch w\u00e4hrend der Meditation empfohlen. Bei gewissen Zen Meditation, wo die Augen leicht offen bleiben, wird ein Dristhi oder Fokus an der Wand oder auf dem Boden empfohlen, damit die Augen, und somit auch die Gedanken, nicht wandern.<\/p>\n<p>Ich meine, man kann jeden Punkt in unserem Blickfeld, an dem wir unsere Augen anheften k\u00f6nnen, als Dristhi bezeichnen. Ich w\u00fcrde euch auf jeden Fall empfehlen, damit zu experimentieren, denn es ist spannend zu beobachten, wie sich mit der Ver\u00e4nderung des Dristhi das Gef\u00fchl und die Wahrnehmung in einer Asana ver\u00e4ndern kann.<\/p>\n<p>P.S. und nicht zuletzt soll es auch noch gut f\u00fcr die Augen sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das habt ihr sicher auch schon erlebt &#8211; w\u00e4hrend ihr l\u00e4nger in einer Asana oder Position verharren m\u00f6chtet, wandern eure Augen im Raum herum. 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