Heute möchte ich euch zwei Mudras aufzeigen, die vordergründig gleich zu sein scheinen. Beide basieren auf der gleichen Grundgeste – die Kuppe des Zeigefingers berührt die Kuppe des Daumens. Der Unterschied der beiden Mudras ergibt sich daraus, dass beim Chin Mudra die Handfläche nach oben zeigt und beim Jnana Mudra nach unten.
Chin Mudra
Das Chin Mudra ist eines der bekanntesten Mudras. Es wird oft auch als Bewusstsein Siegel oder Mudra bezeichnet. In der Meditation liegt der Handrücken auf den Oberschenkel, die Handfläche zeigt nach oben und die Kuppen des Daumens und Zeigefingers berühren sich.
Folgende Wohltaten und Wirkungen werden dem Chin Mudra nachgesagt:
– Es fördert die Konzentration
– Vermehrt die Energie und Ausdauer
– Kann helfen den Schlaf zu verbessern
– Löst Stress und Verspannungen
– Hilft den inneren Frieden zu vertiefen
– Kann helfen Depressionen zu lindern.
Übrigens lässt sich das Chin Mudra auch in die Asanas einbauen, d.h. bei fast allen Steh- und Gleichgewichtsübungen.
Jnana Mudra
Jnana bedeutet Weisheit oder Wissen. Bei diesem Mudra liegt die Handfläche auf den Oberschenkeln und die Finger zeigen nach unten. Wie beim Chin Mudra berühren sich die Kuppen des Daumens und Zeigefingers. Die restlichen Finger sind gestreckt.
Folgende Wohltaten und Wirkungen werden dem Jnana Mudra nachgesagt:
– Es soll erdend wirken
– Klarheit verschaffen
– Den Geist schärfen
– Fördert die Intuition
– Stärkt das Gedächtnis
– Und wirkt wie das Chin Mudra gegen Stress und
Verspannungen
Somit habt ihr nun zwei Mudras zur Auswahl für die Meditation. Obwohl ich im Laufe der Zeit noch andere Mudras beschreiben werde, sind dies die beliebtesten für die Meditation, da sie einfach und unkompliziert in der Anwendung sind.