Stolpersteine

Heute wieder ein Artikel den ich für den Newsletter im 2009 geschrieben habe.Ich finde er ist noch immer aktuell.
___
Vor einiger Zeit habe ich eine Umfrage gelesen, mit dem Thema: „Was frustriert dich am meisten, wenn du versuchst, in deinem Leben etwas zu Manifestieren, das du möchtest?“ Dabei sind 9 Schwerpunkte herausgekommen, die ich aus meiner Erfahrung und in der Arbeit mit Menschen nur bestätigen kann. Ich werde hier kurz die einzelnen Punkte aufzählen und sie kommentieren.

  1. Fokussieren – die Fähigkeit, oder deren Mangel, sich auf das gewünschte Ziel konzentrieren zu können, in Mitten des realen Lebens und dessen Ablenkungen.
    Eine der grössten Ablenkungen heutzutage ist das Multitasking! Es gibt so viel zu tun und zu erledigen, so dass es verführerisch ist mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigen zu wollen. Ich rede da auch aus eigener Erfahrung. Mit der Zeit habe ich aber gelernt Prioritäten zu setzen, weil das hilft, mehr zu erledigen. Ein wichtiges Hilfsmittel, das mir dabei geholfen hat, war das Listen machen – so bekommt man Überblick und kann besser erkennen was wichtig ist.
    Was mir aber ganz ausserordentlich geholfen hat besser zu fokussieren und es noch immer tut, ist die Meditation und richtiges Atmen.
  2. Die wirklichen Wünsche identifizieren – wie ich aus Erfahrung weiss, hadern viele Menschen damit, was sie wirklich möchten. Erstaunlicherweise, wissen die meisten nur sehr genau, was sie nicht möchten.
    Das ist einschränkend, sind es doch die Wünsche und ein Aspekt dieser, die Ziele, die uns überhaupt erst ermöglichen etwas zu erreichen. Wünsche liefern die Motivation und Energie, um uns auf neue Möglichkeiten einzulassen.
    Die wichtigen Wünsche in unserem Leben sind meistens eher langfristig und zum Teil auch herausfordernd.  Jedoch, kann ich immer wieder beobachten, dass viele Menschen ihre Ziele viel zu zaghaft setzen. Das ist oft bedingt durch einschränkende Glaubenssätze – darüber aber mehr im nächsten Punkt.
  1. Einschränkende Überzeugungen – das ist ein äusserst wichtiges Thema. Wir sind alle erfüllt mit Überzeugungen, entstanden aus vergangenen Erfahrungen und was uns gelehrt wurde. Viele dieser Überzeugungen behindern uns und es ist deshalb wichtig, sich dieser bewusst zu werden, um sie zu verändern.
    Unsere Überzeugungen haben wir von Kind auf, meistens unbewusst, gelernt – durch Erfahrungen und ihre Konsequenzen, dies von unseren Eltern, in der Schule, vom Fernsehen, etc. Das frustrierende an den Glaubenssätzen ist, dass sie die Tendenz haben, sich zu verwirklichen und uns somit die Bestätigung liefern, dass sie berechtigt sind. Das heisst, Glaubenssätze haben immer recht. Das Gute daran ist, wenn wir es schaffen eine Überzeugung zu verändern, wird auch diese bestätigt werden.
    Einer der Wege zu lernen, die Glaubenssätze zu erkennen ist wieder die Meditation. Sie lernt uns zum Beobachter zu werden – in diesem Fall zum Beobachter unserer Gedanken und Geschichten, die wir uns selber immer wieder erzählen, so dass wir mit der Zeit unsere einschränkenden Überzeugungen erkennen können.
  2. Negative Gedanken – wie die einschränkenden Überzeugungen, beeinflussen uns auch die negativen Gedanken, indem sie oft behindern oder sogar verhindern, was wir erreichen möchten. Es wird nicht von ungefähr immer wieder von der „Macht der positiven Gedanken“ gesprochen.
    Negative Gedanken können als einen Aspekt der einschränkenden Glaubenssätze angesehen werden. Deshalb können wir, indem wir unsere negativen Gedanken beobachten, uns einschränkender Glaubenssätze bewusst werden, die meistens die Ursache unserer negativen Gedanken sind.
    Ich bin heute nicht mehr davon überzeugt, dass wir einfach alles in schöne Formulierungen umwandeln können und das Problem ist gelöst. Wenn wir es hingegen schaffen, den Glaubenssatz zu finden, werden viele Gedanken, die mit diesem Glaubenssatz zusammenhängen, automatisch positiver.
  3. Geld – das ist für die meisten selbsterklärend. Die meisten Menschen möchten Geld und fühlen sich in diesem Bereich sehr herausgefordert, besonders in der heutigen Krisenzeit.
    Geld ist in unserer Gesellschaft sicher wichtig, aber nicht immer unbedingt notwendig, um sich zu verwirklichen und ein erfülltes Leben zu führen.
    Ich würde sagen, die oben besprochenen Punkte sind alle vorrangiger zu Geld. Geld, oder der Mangel von Geld, wird auch oft als Ausrede verwendet, um sich nicht auf seine Ziele einzulassen.
    Ein Motto das mir immer wieder begegnet ist, lautet: „tue was du liebst und das Geld wird folgen.“ Genau umgekehrt, als wir es oft angehen wollen. Das bedingt aber, dass wir vertrauen haben. Da hilft oft das Programmieren, so wie es im Mental Training gelehrt wird.
  4. Das Bedürfnis zu Wissen – wissen zu wollen wie und wann etwas geschehen soll, ist ein Aspekt, der das Manifestieren sehr verlangsamen kann, denn es kann unsere Fähigkeit andere Möglichkeiten zu erkennen, einschränken.
    Ein anderes Wort für dieses Bedürfnis ist planen. Es ist ohne Zweifel wichtig zu wissen, was wir wollen, aber im Voraus den Weg zum Ziel, bis ins Detail, festlegen und planen zu wollen, macht unflexible und ist aus meiner Erfahrung heraus, eine der grössten Blockaden zum erfolgreichen Programmieren der eigenen Ziele. Ziele erreicht man Schritt für Schritt und diese Schritte ergeben sich auf dem Weg. Wir können jetzt noch nicht wissen was beim 10ten Schritt geschehen wird oder wenn wir unbedingt dieses Wissen haben wollen, schränken wir unsere Möglichkeiten ein. Das heisst aber nicht, dass wir uns nicht mit dem nächsten Schritt auseinandersetzen sollten
  5. Es richtig machen – viele sind so im „es richtig machen“ gefangen, dass sie in einem Zustand der Lethargie festgefahren sind und schlussendlich nichts machen.
    Ein anderes Wort dafür ist – Perfektionismus und ist ein garantierter Weg sich selber zu frustrieren. Ziele zu erreichen, Etwas aufzubauen, etc. ist ein Prozess – ein kontinuierliches perfektionieren, das heisst, ein fortwährender Prozess des Lernens. Perfektionismus macht ängstlich und uns hindert am Handeln.
    Lewis Lehr der Gründer von 3M meint: „Wenn du keine Misserfolge hast, tust du nichts. Und wenn du nichts tust, kannst du keinen Erfolg haben.“
  6. Handeln – ist ein sehr wichtiger Aspekt des Prozesses, den aber viele nicht in Angriff nehmen oder ihn ständig hinterfragen.Heute würde ich behaupten jede Handlung ist hilfreich und hilft uns weiterzukommen, im Gegensatz zum Nichtstun. Auch eine „falsche Handlung“ kann uns Informationen geben, die für den Erfolg oder das Ziel wichtig sind. Jede Handlung die uns in Bewegung in Richtung Ziel führt ist sinnvoll.
    Ein anderer Aspekt kann sein, zu grosse Schritte aufs Mal machen zu wollen. In kleinere und somit  machbarere Schritte aufteilen, kann auch helfen in Bewegung zu kommen. Ohne Handeln gibt es kein weiterkommen.
  1. Bedürfnisse – bedeuten oft, dass es mit einem Gefühl des Müssens verbunden ist. Das weist aber häufig auf eine Denkweise des Mangels hin, was für den Prozess des Manifestierens nicht sehr förderlich ist.
    Bedürfnisse sind jene Dinge von welchen wir meinen, dass wir sie brauchen oder haben müssen, dass es ohne sie nicht geht. Nur wenn wir sie haben müssen, heisst das oft, dass wir sie nicht haben und uns deshalb geistig vermehrt auf das konzentrieren was wir nicht haben, an was es uns mangelt und sind somit auch wieder bei einem Aspekt der negativen Gedanken. Fokus auf den Mangel, kann daran hindern Lösungen zu finden.
    ___
    Ich finde es immer wieder interessant sich „alter“ Gedanken und Einsichten zu erinnern und staune, wie schnell sie vergessen gehen, obwohl sie damals wichtig und richtig erschienen. Jedoch sich diese Stolpersteine immer wieder bewusst zu machen kann, sie in zu Brückensteinen oder ein Sprungbrett verwandeln, die uns helfen unsere Zukunft leichter zu navigieren.

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert