Warum Sadhana?

Die ursprüngliche Bedeutung des sanskrit Wortes Sadhana wird mit «geradewegs auf ein Ziel zugehen, erfolgreich sein und reich» angegeben. Im Yoga ist Sadhana sehr wichtig und wird dort als Disziplin oder Routine bezeichnet, die zu, wie Yogananda es nannte, Selbstverwirklichung führt. Selbstverwirklichung im Sinne zu erfahren und bewusst zu werden «wer ich wirklich bin» und das auch zu leben.

Ein wichtiger Aspekt von Sadhana ist Disziplin – ein Wort das oft eher frustrierend wirkt und nicht immer gebührend geschätzt wird, wie ich im Laufe meiner Arbeit an mir selbst, aber auch mit anderen, gelernt habe. Dazu ein kurze Umweg – das Wort Dispziplin ist ein Abkömmling von Disciplina das mit «Lehre, Schule und Kontrolle» zu tun hat. Es weisst also auf Lernen und Regelmässigkeit hin. Ich durchschaue immer noch nicht voll, wieso es für viele von uns so schwierig ist Disziplin zu leben, denn wenn man es schafft, wird man dafür belohnt. Disziplin ermöglicht Höhenflüge, geistig wie auch körperlich – zum Beispiel Ballettänzer und Athleten, ohne Disziplin geht da gar nichts. Nun glücklicherweise, kann man auch spielerisch mit Disziplin umgehen und solche Spielchen und Tricks mit sich selber sollen in diesem Blog nicht zu kurz kommen.

Aber zurück zu Sadhana, da heute Yoga ein wichtiger Teil meines Lebens ist, wird Yoga wohl als roter Faden dienen, aber alles andere auch, das ich im Laufe meiner Lebens so gelernt habe, das helfen kann «geradewegs auf ein Ziel» zuzugehen, oder zu lernen motiviert zu bleiben, wenn der Weg zum Ziel auch mal Umwege beinhaltet. Deshalb werdet ihr auch Inhalte zu NLP, Mind Control, Reiki, Ayurveda und anderes mehr hier auf Sadhana finden.

4 Gedanken zu „Warum Sadhana?“

  1. In der Tat ist das mit der Disziplin so eine Sache…. man könnte auch sagen „Beharrlichkeit“ oder – wie ich selbst vorziehe – „sich selbst etwas versprechen und auch halten“. Für dieses „auch halten“ ist dann allerdings auch Wille nötig. Wenn der Wille fürs Erreichen des Ziels nicht reicht, dann wird einem vorher der Atem ausgehen, das Ziel bleibt fern, das ist klar. Warum der Wille nicht reicht, kann vielfältige Gründe haben. Einer davon: Man hat ihn nicht genug entwickelt. Die gute Nachricht: man hat den Willen – wie alles – trainieren. Ich empfehle dafür, sich abends etwas vorzunehmen (sich etwas zu versprechen), das kann, soll sogar etwas Kleines sein, zum Beispiel: eine Topfpflanze gießen, eine Briefmarke auf einen Brief kleben, die gelesene Zeitung ins Altpapier legen. Die jeweilige Handlung stellt man sich abends genau vor, und – am nächsten Morgen wird sie ausgeführt (ich halte mein Versprechen). Das – jeden Abend wiederholt … verfehlt die Wirkung nicht. Eigene Erfahrung. Aber Achtung: Dabei gibt es eine Falle: die eigene Erwartung, die Wirkung müsse sich so und so und dann und dann einstellen, als Belohnung sozusagen. Erwartung killt alle Möglichkeit. Deshalb hilft: Was immer man tut, ohne Erwartung tun. Ohne Hoffen auf eine besondere Form der Belohnung. Ich denke, es hilft, offen zu bleiben und die Dinge einfach zu tun, weil wir sie tun wollen. Was nicht heißt, dass ich mich nicht freue, wenn sich eine „Belohnung“ einfach zeigt … zum Beispiel, wenn die beschriebene abendlich-morgendliche-Übung mir hilft, besser in den Tag zu starten, vereinbarte Zeiten mit Kollegen einzuhalten und so weiter …. liebe Grüße
    Victoria

  2. Liebe Victoria,
    jetzt habe ich einmal ein paar Tage nicht im Blog nachgeschaut und schon verpasse ich deinen Kommentar mit deinen bemerkenswerten Einsichten und Erkenntnissen. Ja, wie du schreibst, kann man Disziplin üben und ich werde gelegentlich noch mehr darüber berichten.
    Schön, dass du vorbeigeschaut und kommentiert hast und ich hoffe es bleibt nicht bei dem einen Mal. 🙂

  3. Meine Lieben
    Warum das mit der Disziplin so schwierig ist hat meines Erachtens zwei Gründe: einerseits Bequemlichkeit und andererseits, weil sich der Mensch immer gerne (automatisch) eine Ausrede einfallen lässt um etwas nicht tun zu müssen. Oder anders gesagt – um den „inneren Schweinehund“ nicht zu überwinden zu müssen, was ja letztendlich auch bequem ist.
    Die Idee mit dem Versprechen, das man sich selber gibt, finde ich einen guten Weg um Disziplin zu verinnerlichen. Aber der springende Punkt ist doch immer wieder das Tun! Kleine Ziele setzen und einfach mal ANFANGEN!
    Gerne teile ich hier auch meine Erfahrung mit der Disziplin. Als ich die Disziplin aufbringen wollte, täglich am Morgen meine Yogaübungen zu machen, hatte ich Verschiedenes versucht. Matte am Abend schon ausgerollt, direkt vor’s Bett legen, etc. Aber erst als ich mir zum Ziel setzte, jeden Morgen nur eine einzige Übung zu machen, hat es geklappt. Und weil ich jetzt schon mal auf der Matte stand und bereits eine erste Übung gemacht hatte, fand ich es bereits am zweiten Tag irgendwie blöd gleich wieder damit aufzuhören und machte einfach weiter. Das „einfach mal Machen“ ist für mich der Aufhänger!
    Das funktioniert übrigens überall. Nicht nachdenken, sondern einfach anfangen!
    In diesem Sinne wünsche ich allen viel Erfolg mit der Disziplin! Am besten ihr fangt gleich JETZT damit an! 😀 Viel Spass – Patricia

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