Achtsamkeit

Ha, ha, ha, Sommerpause und nun hat es Minustemperaturen und das Jahr neigt sich bereits seinem Ende zu. Ich weiss nicht, wo die Zeit geblieben ist – war wohl mangelnde Achtsamkeit und Achtsamkeit ist auch das Thema über das ich heute schreibe.

Achtsamkeit ist eines der zentralen Schlüsselworte im Yoga, Buddhismus und auch in anderen spirituellen Systemen. Sicher ist euch auch schon aufgefallen, dass wenn ihr Mist gebaut, oder euch verletzt habt, oder euch Worte einfach so herausgerutscht sind, Unachtsamkeit am Werk war.

Achtsamkeit hilft uns viel mehr im Hier und Jetzt zu sein. Es ist wenn wir in den Gedanken herumschweifen, in die Vergangenheit, dann in die Zukunft und dann vielleicht wieder zurück in die Vergangenheit und manchmal vielleicht sogar in die Gegenwart , dass wir ins Ungleichgewicht kommen. Je mehr wir im Hier und Jetzt sind, desto mehr finden wir inneres Gleichgewicht und ein Schlüssel dazu ist die Achtsamkeit.

Ein gutes Mittel um Achtsamkeit zu üben, ist die Meditation. Einfach präsent sein und beobachten, was so innerlich geschieht. Diese Position wird in der Meditation oft auch der Beobachter genannt. In dieser Position ist man nicht emotional involviert. Man beobachtet z.B. einfach die Gedanken – aber ohne diese zu bewerten. Wenn man anfängt die Gedanken zu bewerten, ist man nicht mehr in der Beobachterposition und die Gedanken und Gefühle schweifen wieder unkontrolliert herum.

Auch die Asana oder Übungen des Hatha Yoga sind sehr gut geeignet um Achtsamkeit zu üben. Bewusste und achtsame Bewegungen sind auch einer der Unterschiede zur Gymnastik. Es ist die Achtsamkeit die erlaubt, die Grenze der Bewegungen millimeterweise auszudehnen, ohne den Körper zu überfordern.

Aber Achtsamkeit ist nicht auf Yoga beschränkt. Achtsamkeit kann auch im Alltag geübt werden. Beim Spaziergang alle Sinne bewusst einsetzten und darauf achten was man dabei wahrnimmt. Aber auch der Haushalt ist als Achsamkeitsübung geeignet. Staubsaugen, abstauben, Geschirr waschen, all das lässt sich mit Achtsamkeit durchführen und meistens noch effizienter und schneller.

Wichtig finde ich noch, dass man Achtsamkeit mit Geduld angeht und nicht erwartet, dass das über Nacht funktioniert. Es ist ein üben, ein Lernprozess der uns immer mehr ins Hier und Jetzt führt und somit auch zu mehr innerem Gleichgewicht.

Ein Kommentar zu „Achtsamkeit“

  1. hallo Ihr Lieben, ich vermute mal, dass es zu allererst sinnvoll ist, die Frage „was ist für mich Achtsamkeit überhaupt?“ eine Weile mit sich zu tragen. Vielleicht hochkommende Antworten auch mal zu notieren. Derzeit ist diese Achtsamkeit ja ein absolutes Modewort. Es wird verbunden mit allen möglichen spirituellen Praktiken. Dabei ist diese Achtsamkeit die schlichte Qualität, die wir als Menschen rund um die Uhr haben sollten. Im Supermarkt. In der Bank. Beim Autofahren. Wir sollten zu jeder Gelegenheit so sein: aufmerksam für das, was mit uns und unserem Nächsten geschieht. Es gehört für mich zu den Mysterien des Menschseins, dass wir so rasch einschlafen, also vielfach überhaupt nicht wissen, was wir tun. Wer merkt, dass er gerade die langsame Bäckereiverkäuferin angeschnauzt hat, auf das Auto vor sich viel zu nah aufgefahren ist, die Kinder angebrüllt hat und und und, der ist schon auf einem guten Weg. Finde ich!

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